Muskelkoordination

Man unterscheidet die intramuskuläre Koordination und die intermuskuläre Koordination.

Die intramuskuläre Koordination
ist die Aktivierung möglichst vieler motorischer Einheiten des gleichen Muskels. Um ein größtmögliches Kraftpotenzial entwickeln zu können, müssen möglichst viele Muskelfasern aktiviert werden. Je mehr motorische Einheiten gleichzeitig arbeiten, desto größer ist das Gewicht, das bewegt werden kann. Würden jedoch alle Muskelfasern eines Muskels gleichzeitig kontrahieren, hätte dies wahrscheinlich eine Verletzung des Muskels zur Folge. Der Körper verfügt jedoch über Schutzmechanismen, die das verhindern. Diese Schutzmechanismen können in Gefahrensituationen oder unter Einfluss von Drogen (=Doping) aufgehoben werden.

Die Leistungsfähigkeit des Menschen Leistungsfähigkeit des Menschen
Ein Untrainierter kann lediglich 45-60% der Fasern willkürlich aktivieren. Bei hochtrainierten Sportlern kann diese Rate durch geeignete Trainingsmaßnahmen (Koordinationstraining) bis auf 90% gesteigert werden. Die Zahl der aktivierten motorischen Einheiten ist sehr stark vom Willen und der Motivation abhängig.

Die intermuskuläre Koordination
ist das Zusammenspiel von Agonisten und Antagonisten bei Bewegungen. Ein Muskel (Agonist) hat immer einen Gegenspieler (Antagonist). Kontrahiert der Agonist, muss der Antagonist nachgeben bzw. er wird gedehnt. Kontrahiert der Biceps, gibt der Triceps nach und umgekehrt. Dies funktioniert am besten, wenn sich die beiden Muskeln in einem funktionalen Gleichgewicht (=muskuläre Balance) befinden. Ist dieses Gleichgewicht gestört, weil z.B. einer der Muskeln verkürzt ist oder in seiner Kraft nachgelassen hat, kommt es zu sogenannten muskulären Dysbalancen, die meist eine Fehlbelastung von Gelenken (z.B. Knie) oder der gesamten Körperstatik (z.B. Rückenprobleme) zur Folge haben.
Agonist und Antagonist

Je besser die muskuläre Koordination ausgeprägt ist, umso ökonomischer und effizienter sind Bewegungen. nach oben >>

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